Was bei anderen Waren selbstverständlich ist, gilt auch für die Stromversorgung: Das Detail definiert den Standard. Deshalb machte sich das Verbraucherportal Verivox auf die Suche nach der wahren Leistung der deutschen Top-200 Stromversorger. Denn wenn das Service besonders zu wünschen lässt, verzichtet man nur allzu gerne auf besonders günstige Preise.
Dass ein Wechsel heutzutage schon fast ein Muss ist, ist den meisten Stromkunden klar. Vielleicht ist es auch die Angst vor Qualitätsverlust, warum andere noch in völlig überteuerten Verträgen mit Grundversorger verbleiben. Die Möglichkeiten sind jedenfalls breit gestreut: Um die tausend Anbieter warten darauf, Neukunden zu gewinnen und die Frist beim Wechsel wurde von vier Wochen auf zwei verkürzt. Die Zeichen stehen auf „Wechsel“ und dennoch kann keiner genau sagen, mit welchem Unternehmen seine Vorstellungen am besten übereinstimmen. Doch auch hier bieten Internetportale Bestleistungen an: Der billigste oder nachhaltigste Anbieter im örtlichen Bereich ist rasch recherchiert.
Vorerst sollte man wissen, was genau man will: Möchte man auf ein kostenloses Call-Center verzichten und setzt stattdessen auf den traditionellen Schriftverkehr, wäre es sinnlos, für den Service Aufschläge zu bezahlen. Man sollte aber bedenken: Oft sollte mit nur einem Anruf alles geklärt sein, aber eine Klärung via Postweg, selbst per Email, ist vergleichsweise eine Zeitverzögerung. Beim Test fielen viele Anbieter bei der Servicefreundlichkeit am Schriftweg schlicht durch, während üblicherweise die meisten Hotlines ohnehin zum Ortstarif zu erreichen sind.
Aber auch die Allgemeinen Geschäftsbedingungen sind kompetent durchleuchtet worden: Dabei erhielten vier Prozent sogar ein „Sehr Gut“ und 55 Prozent immerhin konnten sich über ein „Gut“ freuen. Dabei wurden alle Bestimmungen mit einbezogen, wie etwa Laufzeitbindung, Zahlungsmodalitäten und freilich die Preisbindung. Die Kundenzufriedenheit setzt sich aus dem Preis und Service zusammen – wer dauerhaft seine Kunden halten möchte, muss sich in beider Hinsicht bewähren. Und der Kunde kann davon ausgehen: Wenn er gutes Service möchte, hat er auch Verwaltungskosten dafür zu bezahlen. Und von einem Billigst-Tarif, der mit hohen Telefonrechnungen für teure Servicelines einhergeht, hat keiner etwas – außer dem Telefonbetreiber. Weitere Informationen über die Details bieten verschiedene Plattformen und auch Focus Online, wo die Ergebnisse der Verivox-Untersuchung genauer präsentiert werden.